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Das Forsthaus Echterspfahl im Spessart

Forsthaus Echterspfahl

Das Forsthaus Echterspfahl im neuen Gewand ...

 Forsthaus Echterspfahl 2015

Das Forsthaus Echterspfahl, im Volksmund "Jockel" genannt steht auf einem markanten Punkt oberhalb von Mespelbrunn, an der alten Bundesstraße, der heutigen Staatsstraße 2312, dort wo der Eselsweg von Bad Orb kommend die Staatsstraße überschreitet und nach Miltenberg weiterführt. Vom Süden aus dem Elsavatal bzw. von Mespelbrunn kommend, führt der Wanderweg zum Jockel.

 

Die Spessartwanderkarte zeigt das Forsthaus Echterspfahl als Mittel- und Schnittpunkt vieler Wanderwege. Aus Aschaffenburg führt ein Wanderweg, markiert mit rotem Dreieck, über Haibach, Klingerhof, Straßbessenbach, Waldmichelbach zum Eselsweg am Steinberg, nach Überschreiten der Straße nach Weibersbrunn zum Echterspfahl. Von Laufach erreicht man auf dem Wanderweg Schlüchtern - Stadtprozelten (rotes Kreuz als Markierungszeichen) über Waldaschaff-Ost den Eselsweg (E) und damit Echterspfahl. Aus dem Raum Heigenbrücken und dem oberen Lohrtal führt der Eselsweg (E) über Ehrenmal Pollasch, über Sieben Wege und Bundesstraße 26 zum Echterspfahl. Aus dem oberen Elsavatal, von Krausenbach und Wintersbach gelangt man auf zwei Wegen nach Echterspfahl, der eine führt von Krausenbach durch das Dammbachtal nach Rohrbrunn, von hier auf dem E-Weg nach Echterspfahl; der andere führt auf dem Hauptwanderweg (roter Ring) Stadtprozelten - Aschaffenburg nach Heimbuchenthal, von hier weiter über Schloß Mespelbrunn hinauf zum Jockel.

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Kein Wunder, der Echterspfahl war von jeher ein Ziel der Spessartwanderer und der Bewohner der umliegenden Spessartgemeinden, die besonders gern am Sonntag "über Land" gingen, wie man früher sagte. Hatte doch die bayerische Forstbehörde dem Förster von Echterspfahl eine Konzession erteilt, die ihm erlaubte, Wanderer und andere Gäste mit Speis' und Trank zu laben. Das Forsthaus hatte Gäste zu allen Zeiten des Jahres: Fuhrleute und Waldarbeiter meist im Winter; Wanderer aus Stadt und Land, die Unentwegten auch in der kälteren Jahreszeit, doch letztere meist in der Wanderzeit. So wurde der Jockel mit der so gastfreundlichen Förstersfamilie weithin bekannt, ein fester Begriff der Spessartwanderer. In den Sommermonaten saß man im Freien, in der Höhenluft des Spessart beim Bier oder Apfelwein mit einem kräftigen Imbiß meist hausgemachter Ware.
Wenn die Herbstnebel sich auf den Wald senkten und der Winter mit Reif und Schnee, Berg und Tal verzauberte, da fanden Gäste im Forsthaus Echterspfahl eine wohlige, heimelige Raststätte zum Ausruhen und zur Stärkung.